Paso Peruano - Paso Fino

Weil in beiden Bezeichnungen das Wort „Paso“ vorkommt, wird fälschlicherweise eine enge Verwandtschaft zwischen dem Paso Peruano und dem Paso Fino vermutet. „Paso“ ist  lediglich das spanische Wort für „Schritt“ und bezieht sich nicht auf eine gemeinsame Rasseangehörigkeit.

Viele Leute verwechseln den Paso Peruano mit dem Paso Fino. Obwohl beide gemeinsame Vorfahren bei den Pferderassen der alten Welt haben, kamen sie mit verschiedenen Kolonisten in die neue Welt und wurden in völlig unterschiedlichen Umgebungen zu unterschiedlichen Verwendungszwecken gezüchtet.

Der Paso Fino entstand in der karibischen Region, Zentral- und Südamerika, während der Paso Peruano nur in Peru entstand.

 

Der Paso Peruano ist etwas größer, tiefer im Körper und breiter. Beide Pferderassen haben eine hohe Aufrichtung und Aktion in den Vorderbeinen, sind bequem zu reiten und im Grunde den selben Viertaktgang, der allerdings unterschiedlich ausgeführt wird.

Der Gang des Paso Fino ähnelt wegen der schnellen Taktfrequenz einer Nähmaschine und erzeugt vergleichsweise wenig Vorwärtsbewegung. Im Gegensatz dazu schieben die Hinterbeine den Paso Peruano weit untertretend gleitend vorwärts. Die langen Schritte benötigen relativ wenig Anstrengung, eine wichtige Eigenschaft für Langstreckenritte.

 

Außerdem ist beim Paso Peruano der „Termino“ ausgeprägt – eine Vorhandbewegung ähnlich einem kraulenden Schwimmer, die aus der Schulter kommt. Diese Bewegung wird manchmal fälschlicherweise mit dem schädlichen Bügeln anderer Rassen verwechselt.

 

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Paso Peruano und der Paso Fino vollkommen unterschiedliches Gebäude und Bewegung haben. Es sind zwei grundlegend unterschiedliche Pferderassen.

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© Criadero Monte Lechuza - Sandra Eggert und Achim Feyrer